Offener Brief
Der für das Sounddesign von "The Scarlet Pimpernel" in Halle Verantwortliche zur MrMusical-Kritik

"Ich zeichne mich verantwortlich für das Sounddesign. Habe deshalb folgende Anmerkung zur Kritik:

Die tontechnischen Probleme resultierten aus Budgetproblemen. Ich hatte im Vorfeld eine komplette Anforderungsliste für die tontechnische Ausstattung gemacht. Diese wurde aus Kostengründen seitens des Opernhauses Halle ignoriert. So musste das Material vor Ort genutzt werden. Die Technik die benutzt werden musste, entsprach größtenteils nich einmal dem Standard

So ist auch der Mikrofonausfall zu Beginn zu erklären. Abgesehen davon, gab es nicht einmal ausreichend Mikrofone. (von den geforderten 18 waren gerade mal 10 vorhanden). Man scheute die Kosten von ca.200,- EUR pro Vorstellung für die Anmietung weiterer Mikrofone.

Das Mischen des Musicals war dann leider nur zum Teil (ausschließlich die Stimmen) vom Saal aus möglich, da kein den Anforderung des Stückes gerecht werdendes Mischpult angemietet werden konnte (das zum Thema akustische Ausgewogenheit). Es ist natürlich nicht möglich, eine akustische Einheit zu kreieren, wenn ein Tontechniker in der Tonregie hinter Glas sitzt, das Orchester mischt und die Stimmen im Saal von einem 2. Tontechniker.

Unter den gegebenen Umständen war es mir leider nicht möglich, den Musicalstandart zu erfüllen. Dies habe ich auch jederzeit so gegenüber der Intendanz und des technischen Leiters geäußert. Es ist leider Tatsache, dass Koen Schoots, dem mein besonderer Dank für seine Unterstützung gilt, und ich auf soviel Ignoranz trafen, dass wir teilweise große Zweifel hatten, das Stück überhaupt auf diese Bühne bringen zu können. Trotzdem ist es uns gelungen, und da berufe ich mich auf Aussagen von div. Musikern und Gästen, im Vergleich zu anderen an diesem Haus aufgeführen Musicals und den zur Verfügung stehenden Mitteln, ein optimales Ergebnis zu
erzielen.

Mit freundlichen Grüßen
Uli Frank"

(Uli Frank, 05.12.2003)